Neubau des Feuerwehrgerätehauses

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Ende der 1990er-Jahre wurde für die Freiwillige Feuerwehr Großenschwand ein bedeutendes Projekt Wirklichkeit: der Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses. Nachdem das bisherige Gebäude den Anforderungen der Zeit zunehmend nicht mehr gerecht wurde, entschloss man sich zu einem Neubau.

Der Standort des neuen Gerätehauses wurde bewusst in der Nähe des Dorfweihers gewählt, um weiterhin eine gute Löschwasserversorgung sicherzustellen. Für den Bau musste jedoch ein Teil des Weihers aufgefüllt werden, um ausreichend Platz für das Gebäude zu schaffen. Trotz dieser Veränderung blieb der Weiher weiterhin als wichtige Löschwasserreserve erhalten.

Im Jahr 1999 begannen die Bauarbeiten. Von Anfang an war klar, dass das Gerätehaus nicht nur ein Bauprojekt der Gemeinde sein würde, sondern vor allem ein Gemeinschaftswerk der Feuerwehr und der Dorfgemeinschaft. Zahlreiche Feuerwehrkameraden packten selbst mit an. Insgesamt wurden rund 2000 freiwillige Arbeitsstunden sowie etwa 260 Maschinenstunden geleistet.

Die Bauarbeiten stellten die Helfer immer wieder vor Herausforderungen. Der Baugrund erwies sich teilweise als schwierig, sodass ein besonders stabiles Fundament erforderlich war. Nach starken Regenfällen stand die Baugrube zeitweise sogar unter Wasser. Dennoch ließen sich die Helfer nicht entmutigen und setzten die Arbeiten mit großem Einsatz fort, teilweise sogar bei winterlichen Temperaturen.

Geplant wurde das neue Gerätehaus vom Architekten Hubert Liebl. Die Gesamtbaukosten beliefen sich auf rund 266.000 DM. Unterstützt wurde das Projekt durch die Gemeinde Markt Tännesberg unter Bürgermeister Werner Braun sowie durch die engagierte Arbeit der Feuerwehr unter dem damaligen 1. Vorstand Josef Haneder, der die Bauarbeiten maßgeblich organisierte und koordinierte.

Richtfest

Ein wichtiger Meilenstein beim Bau war das Richtfest am 27. November 1999. Der Dachstuhl war bereits eine Woche zuvor von den Zimmerleuten errichtet worden. Beim Aufrichten halfen zahlreiche freiwillige Helfer, unterstützt durch einen Autokran der Baufirma Michael Schönberger.

Der festlich geschmückte Richtbaum wurde von Anja Kick vorbereitet. Gegen 13:30 Uhr sprach Erich Lippert den traditionellen Richtspruch. Zahlreiche Dorfbewohner sowie Ehrengäste aus Feuerwehr und Politik nahmen an der Feier teil, darunter Bürgermeister Werner Braun, Kreisbrandrat Josef Lorenz, Kreisbrandinspektor Hans Eckl, Kreisbrandmeister Johann Zitzmann sowie Ehrenkommandant Hans Hammer.

Im Anschluss wurde gemeinsam gefeiert. Die Familie Forster stellte dafür Räumlichkeiten zur Verfügung, während Mitglieder und Unterstützer der Feuerwehr für die Verpflegung sorgten. Auch die Frauen der Feuerwehr beteiligten sich mit selbstgebackenen Kuchen und halfen bei der Bewirtung.

Einweihung des Gerätehauses

Nach rund zwei Jahren Bauzeit war es schließlich so weit: Am 8. Juli 2001 wurde das neue Feuerwehrgerätehaus feierlich eingeweiht. Die Feierlichkeiten begannen mit einem Festzug zum Gerätehaus, musikalisch begleitet von den Tännesberger Musikanten.

Im Rahmen eines Festgottesdienstes segnete Pfarrer Willibald Spießl die neuen Räumlichkeiten sowie die Gerätschaften der Feuerwehr. Außerdem übergab er zwei Kreuze, die von ihm selbst gestiftet worden waren.

Im Anschluss an den offiziellen Teil fand ein Frühschoppen mit musikalischer Unterhaltung statt. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, das neue Gerätehaus zu besichtigen. Ein besonderer Moment war die symbolische Schlüsselübergabe: Architekt Hubert Liebl überreichte dem damaligen Vorstand Josef Haneder einen Schlüssel aus Brotteig.

Auch Vertreter aus Politik und Feuerwehrführung würdigten den außergewöhnlichen Einsatz der Helfer. Besonders hervorgehoben wurde dabei die enorme Eigenleistung der Feuerwehrkameraden und der Dorfgemeinschaft, die maßgeblich zum Gelingen des Projekts beigetragen hatte.

Mit dem neuen Gerätehaus entstand nicht nur eine moderne Unterkunft für die Feuerwehr, sondern auch ein wichtiger Treffpunkt für das Dorfleben – ein Zentrum, das bis heute für Zusammenhalt, Engagement und Einsatzbereitschaft der Feuerwehr Großenschwand steht.

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